Unwritten
ich bin wieder hier.

god damn, es ist so viel passiert in der letzten zeit. ich bin immer noch ein fettes stück dreck. aber ich nehme keine drogen mehr. und ich wäre fast gestorben.

ja genau, fast gestorben. eine lange geschichte.
ich wollte am 5.9. ein letztes mal richtig party machen, unser lieblingsclub machte eine abschiedsparty, da musste man hin. ich hab mich vorher eingedeckt, weil meine eltern ja in urlaub waren ergo mir viel geld dagelassen haben. nicht für drogen, für essen. aber essen ist völlig überbewertet. wie auch immer, ich erstand 8 stück der ach-so-seltenen blauen dreieckigen mitsubishis. die mit den grünen sprenkeln, nicht die normalen. ich hatte sie noch nie probiert.
und ich hätte es auch nicht tun dürfen. ich weiß nicht, wie viel ich genommen hab, 2 oder 3 und eine nase pep. alles was ich noch weiß, ist dass ich mich an den verschiedensten stellen übergeben hab. auf toilette, daneben, auf der tanzfläche, im foyer..
den rest weiß ich aus erzählungen: gegen 4 uhr sind meine beste freundin v. und mein freund mit mir raus, bzw. sie haben mich getragen weil ich kaum noch gehen konnte. im bus zum hbf hab ich dann auf einmal krampfanfälle bekommen, konnte nicht mehr atmen, bin auf den boden gefallen weil sich all meine muskeln zusammenzogen. irgendwie haben meine besten mich aus dem bus raustransportiert, den krankenwagen gerufen. der kam auch 2 minuten später und versorgte mich. anschließend gings zum krankenhaus, wo dann meine -immer noch im schwarzwald verweilenden- eltern informiert wurden, die sich sofort auf den weg machen, während ich untersucht wurde und danach verkabelt wurde und verschlaucht: einer durch die nase in den magen, einer durch eine nadel in der linken hand und am linken sowie rechten arm auch je einer, einer am hals. ach ja, und ein tubus durch den mund in die lunge. und der katheter in meiner blase.

tagelang war es nicht klar ob ich jemals wieder aufwachen würde aus dem koma und wenn ja wie ich dann wäre. durch ein gehirnödem hätten mehrere teile des gehirns zerstört werden können, ich hätte ein sabbernder geistiger krüppel sein können oder im wachkoma liegen.

am 9. september, dienstags wurde ich wieder wach, mittwochs war ich schon wieder halbwegs klar im kopf. nach und nach wurde ich wieder normal. laut den nachuntersuchungen ist mein gehirn wie durch ein wunder nicht beschädigt worden.

und doch ist mein kopf kaputt, kaputter als zuvor. seinen vater so sehr weinen zu sehen wärend du an mehreren schläuchen im bett liegst tut mehr weh als alles zuvor. aber es schweißt zusammen. morgen gehen wir gemeinsam zum tättowierer: wir lassen uns beide "9. september 08" eintättowieren, mein 2. geburtstag.

 aber alles schlechte hat auch sein gutes: ich werde den müll bestimmt nie wieder nehmen, ich habe viel zu viel angst, meine eltern und meine freunde noch einmal so zu verletzen.

 endlich hat es auch in meinem kopf einmal "klick" gemacht.

16.10.08 14:45
 


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